OH DU FRÖHLICHE! LUDOLFSCHER WEIHNACHTSMARKT!

Am Samstag den 1.Dezember und am Sonntag den 2. Dezember 2007 haben die 4 Brüder vom Schrottplatz einen Weihnachtsmarkt in Dernbach veranstaltet. Alle waren eingeladen mit den Ludolfs und den Dernbacher Bürgern dieses Fest zu feiern. Außerdem wurden einige Fahrzeuge aus der Sendung zugunsten von der WÜNSCHDIRWAS e.V. versteigert.
Als wir vom geplanten Weihnachtsmarkt erfahren haben, fingen auch bei uns die Planungen an. Schnell konnten wir die Goldwing-Fahrer-Wuppertal für das Vorhaben, die Ludolfs zu besuchen, begeistern. Der Motorradclub - der größte Goldwingclub in Europa - verfügt über die notwendige Erfahrung um eine solche Tour perfekt zu organisieren.
Schorschi, ein Clubmitglied der Goldwingfahrer und im wahren Leben Busfahrer, hatte am besagten Wochenende Geburtstag und war von der Idee, zu seinem Geburtstag mal etwas ganz besonderes zu unternehmen, begeistert. Das Unternehmen "Fahrt zum LUDOLFSCHEN WEIHNACHTSMARKT", war somit geboren. Die Planung übernahm der Präsident der Goldwing-Fahrer-Wuppertal, Ralf Krieg. Ein ganz dickes Dankeschön an Schorschi, dass auch ein paar Freunde von Beetleworld.net an dieser unvergesslichen Tour teilnehmen durften. Danke auch an alle anderen Helfer der Goldwing-Fahrer-Wuppertal.

Fotos: Thomas Huhn, Uwe Heinle   Copyright © 2007 Beetleworld.net

Wahnsinn: Weihnachtsmarkt mit Ludolfs

Beschauliches Dernbach im Ausnahmezustand: Gemeinde und Vereine organisierten gemeinsam mit den "Schrottbrüdern" ein buntes Treiben

Was den Waldbreitbachern ihr Krippendorf ist, sind in Dernbach die Ludolf-Brüder: ein Publikumsmagnet. Da gerät ein Weihnachtsmarkt in der Gemeinde rasch zum Fan-Ansturm, der im Kreis seinesgleichen sucht.

DERNBACH.
Schrott und Weihnachten - passt das zusammen? Aber ja, jetzt avancierte ein knallgrünes Haus in der Mittelstraße im sonst eher ruhigen Dernbach zur wahren Pilgerstätte - für Weihnachts- und Schrottfans gleichermaßen. Die Ludolf-Brüder luden zusammen mit der Gemeinde und den Ortsvereinen zum Weihnachtsmarkt ein. Die Familie ist mit der Doku-Soap "Die Ludolfs - Vier Brüder auf‘m Schrottplatz" rund um ihre Autoverwertung, zu sehen beim "Männer-Sender" DMAX, längst zum Kult geworden. Mit dem Weihnachtsmarkt lockten Peter, "The Brain", Uwe, "der Casanova", "Küken" Manni und "Pokerface" Günter mehrere Tausend ihrer Fans in den Westerwald. Quiekende Menschen "Da! Da ist der Manni, mach die Kamera bereit!", schreien die Fans sich zu und ja, da irgendwo mittendrin in dem begeistert quiekenden Menschenknäuel steht der breit lächelnde Lockenkopf, posiert für Fotos, signiert Poster und Fanartikel. "Immer mit der Ruhe, kriegt ja jeder sein Autogramm", beruhigt der jüngste Ludolf seine Anhänger, schreibt tapfer weiter und grinst in Dutzende Kameras und Fotohandys. "Fröhliche Weihnachten, Manni", steht auf seiner knallroten Weihnachtsmann-Mütze - als ob hier nicht ohnehin jeder wüsste, wer er ist. Kurz vorher stand Manni noch vor dem Stand mit den Fanartikeln, aber da hat man ihn gebeten, doch bitte ein bisschen weiterzugehen, bei dem Andrang kam ja niemand mehr an die Auslagen heran.
Jetzt sind vor allem die Boxershorts mit den Namen der Brüder am Bein der Renner, und etliche blaue Baumwolltaschen - Aufdruck: "I like the Boys from Dernbach!" - baumeln an den Handgelenken der Besucher. Die sind bunt durchmischt, von der aufgestylten Stadt-Dame bis zum Gummistiefelträger aus der Nachbarschaft - Ludolf-Fans passen in keine Schublade, allein am Samstag fanden nach Schätzungen des Organisationsteams rund 8000 von ihnen den Weg nach Dernbach.
Ein Renner ist auch der druckfrische Ludolf-Comic "Der Fluch des Tut Nich Imun", in dem die vier Dernbacher auf dem Cover vor einer bösartigen Mumie flüchten. In nächsten Jahr können sie vielleicht schon auf einem Ludolf-Buch unterschreiben. Das ist gerade in Planung.
Autogramme sind Pflicht
Vor dem grünen Haus, in dem die Schrottbrüder leben, wird das Gedränge immer dichter. "Der Peter, der Peter!", brüllt die Menge, als der bärtige Ludolf-Bruder breit lächelnd auf der Treppe erscheint und zufrieden über das Meer seiner Anhänger blickt. Viel Zeit dafür hat er aber nicht, das Autogrammeschreiben ist angesagt - und bitte für jeden noch ein Foto. Aber die Neugierigen, die vor dem Haus mit dem Füßen scharren und zu gerne durch das Tor in den Innenhof quellen und in der Halle das berühmte Ludolf"sche "Haufenprinzip" der Schrottverwertung unter die Lupe nehmen würden, gucken in die Röhre. Tor und Haus bleiben zu, einen "Tag der offenen Tür" haben die Ludolfs heute nicht. So einer sorgte Ende April in ganz Dernbach für Ausnahmezustand: Rund 20 000 Fans der Kultbrüder überrollten den Ort und verstopften sämtliche Zufahrtsstraßen nebst Autobahn für Stunden. "Die Polizei wollte uns den Markt eigentlich verbieten", schmunzelt Dernbachs Ortsbürgermeister Heinz-Rudi Becker, "die hatten wohl Angst, dass das wieder so ausartet." Mit einigen Auflagen durfte der Markt dann aber doch stattfinden: Eine drei Meter breite Gasse in der Mitte der ohnehin schon schmalen Straße frei lassen, Parkplätze im Ort und dem angrenzenden Industriegebiet garantieren, zwei Krankenwagen für potenzielle Kollapsopfer vor Ort und Feuerwehr zum Absperren, außerdem die Autobahnpolizei, die die Situation rund um die Abfahrten von der A 3 beäugt - alles kein Problem für die Dernbacher.
"Die Idee kam erst im Oktober auf, wir haben zwei Wochen lang Tag und Nacht organisiert", berichtet der Ortsbürgermeister. Und: "Einer der Nachbarn wollte zum Beispiel einen Bauzaun haben, damit die Leute nicht massenweise in seinen Garten urinieren, und wo wir den Strom herkriegen, wussten wir auch nicht."
Organisation hingekriegt
Letztlich hat dann doch alles geklappt, auch wenn einige Ortsvereine sich über Organisationsfragen arg in die Haare gekriegt haben. Die, die mitmachen, können sich über mangelnden Zulauf nicht beklagen, auch wenn das kleine Kaffee- und Kuchenzelt auf dem Parkplatz unter dem Gasthof "Alt Dernbach" sich als Publikumsmagnet erweist. Kein Wunder, hier hat auch Uwe Ludolf seinen Platz gefunden, Gedränge programmiert. Und wo ist Günter? "Irgendwo da die Straße rauf", raunen sich die Fans zu, "musst gucken, wo ein Knubbel Leute ist."
Ach ja, und Ludolf-Schwester Sabine ist auch noch unterwegs. Kein signiertes Ludolf-Plakat ist vollständig ohne den "Bine"-Schriftzug.
Inzwischen hat "der Peter" auf der Treppe sich die Finger wund geschrieben und tritt den Rückzug in Richtung Haustür an. "Fröhliche Weihnachten und einen guten Rutsch euch allen", ruft er noch mal winkend und bekommt leisen Jubel zurück. "Und vergesst nicht: Vielen Dank!"  
(Rhein-Zeitung -Angela Göbler Ausgabe Neuwied vom 03.12.2007, Seite 18.)

Weitere Fotos unter:
http://home.versanet.de/~m-heinle/Ludolf/Die_Ludolfs.htm

Eine Menge Fotos von unserer Fahrt nach Dernbach haben die Goldwing-Fahrer-Wuppertal auf ihrer Homepage ca. 600 Fotos gibt es hier zu sehen, auch die Bilder von Beetleworld sind dabei.
http://www.goldwing-fahrer-wuppertal.de/webfotoalbum/2007/2007-12-02_Ludolfs/index.html

 

Ein Video vom Weihnachtsmarkt gibt es auf  www.ludolfs.de  unter Weihnachtsmarkt oder in der Rubrik Videobotschaft zu sehen

Links zum Ludolfschen Weihnachtsmarkt:

  
Ludolf Autoverwertung    Mittelstr.2   56307 Dernbach
 
wünschdirwas

wünschdirwas ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein, der schwererkrankten Kindern Herzenswünsche erfüllt.

Joe Heinrich
Autor und Comiczeichner


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